AUTOMOTIVE & ADVANCED INDUSTRY PRACTICE

Die Komplexität nimmt dynamisch zu

Die Automobilindustrie steht vor den größten Veränderungen seit den 70/80er Jahren… des vergangenen Jahrhunderts. Alternative Antriebs- und Mobilitätskonzepte, Explosion der Variantenvielfalt und Individualisierung auf Modell- und Plattformebene treffen auf einen weltweit wachsenden Wunsch nach Mobilität. Nordamerika und China überholen gegenwärtig Europa. Nach wie vor sind das Automobil, seine Derivate, Accessoires und Services ein höchst emotionales Produkt. Die langfristigen Megatrends helfen zwar beim Durchdenken der Zukunft und der Entwicklung; kurzfristige thematische und oft modische Impulse indes verunsichern, insbesondere bei operativen Entscheidungen. Hinzu kommen eine komplexe Fertigung mit Prozess- und Standortentscheidungen, hohe Dynamik in Sourcing und Logistik sowie neue Partnerschaften und Vertriebsformen, mit denen noch wenig Erfahrung besteht.

Und Digitalisierung sowie Industrie 4.0 haben wir noch gar nicht erwähnt.

Unser Impuls:

Elektromobilität und Autonomes Fahren

  • Die zwei next big things

    Beide erreichen fast zeitgleich Marktreife und werden sich bei der bevorstehenden Marktakzeptanz gegenseitig verstärken.

    Autonomes Fahren ist in der Praxis wesentlich energieeffizienter als das konventionelle Fahren und erhöht so die mögliche Reichweite von rein elektrisch betriebenen Fahrzeugen. Das Potential zur Energieeinsparung eines konsequent auf rein autonomes Fahren optimierten Fahrzeugs kann im Vergleich zum Praxisverbrauch eines von einem Fahrer gesteuerten Fahrzeugs bis zu 50% betragen. Zugleich erreichen wir auf globalem Level Schwellwerte, ab denen Energie aus regenerativen Quellen kostengünstiger sein wird, als fossile Energieträger. Im Jahr 2015 waren in den USA 90% aller neu in Betrieb genommenen Energieerzeugungskapazitäten regenerativer Art.

    Das Erlebnis des Fahrens selbst wird durch Autonomes Fahren vom Vergnügen der Beherrschung von Kraft und Dynamik auf Komfort und Reiseeffizienz verlagert. Der Reiz einer üppigen Motorisierung und fahrdynamisch beeindruckender Möglichkeiten sinkt. Ankommen statt Beschleunigen. Bequem statt sportlich. Arbeiten oder Entspannen statt Fahren. Das autonome, elektrisch angetriebene Auto ist ein völlig anderes Erlebnis für den Konsumenten und hat völlig andere Design- und Marktparameter als bisherige Produkte. Das Wertesystem der Jugend („autoreife“ Generation Y) fördert den Autokauf nicht mehr. Zudem treten neue Wettbewerber aus der non-automotive Welt in die der Autobauer: Google und Apple (je nach Quelle) entwickeln als finanzkräftige Technologie-Unternehmen ihre eigenen Automobile, Uber erweitert die value chain mit einem neuen Angebot und lässt die Notwendigkeit eines eigenen Fahrzeuges weiter sinken. Auf den globalen Märkten sorgen umweltorientierte Auflagen (USA) oder staatliche Regulatorik (China), wie die Förderung der eMobiles (Recht auf Zulassung, wertvoller Parkplatz), für weitere Herausforderungen.

    Neue Erlebniswelten haben neue Konsumenten und brauchen neue „Geschichten“ und ein anderes Marketing, was selbstverständlich Vertrieb und After Sales einschließt.

    Die Automobilhersteller stehen vor der großen Herausforderung, mit einem neuen Produkt (das auch „vom Markt her“ gestaltet werden muss) ihre Entwicklung, ihre Produktion, ihren Absatz, ihre Profitabilität, ihre Corporate Story neu zu denken, um Marken- und Wertschöpfungs-Assets nicht zu verlieren. Und die Organisation muss es verlustfrei umsetzen.

Beste Hersteller, Zulieferer und Marken

Rhine Bridge Solutions unterstützt Hersteller, Zulieferer und Service-Anbieter aller Größen mit der Erfahrung eines Unternehmens und seinen Menschen, die seit über dreißig Jahren für die Besten in der Automotive-Branche gearbeitet haben und dürfen: von den deutschen und internationalen Top-Marken und Konzernen im DAX, über führende Mittelständler bis hin zum innovativsten E-Car Anbieter aus dem Silicon Valley. Die Aufgaben erstrecken sich dabei über alle Funktionsbereiche: von Modellstrategie und Standortplanung über Global Sourcing und Logistik-/Servicekonzepte bis hin zur Vertriebsoptimierung, Pricing und Kundenwertanalyse. Immer ist die Kernaufgabe: die Strategie der Unternehmensführung mit maximalem Erfolg in der Organisation umzusetzen.

Rhine Bridge Solutions ist für Automobilhersteller und Zulieferer eine Inspirationsquelle, Sparringspartner für Strategien und Produkte und Kostenexperte zugleich, um vermarktbare Ideen zu finden, Machbarkeiten zu ermitteln und kostensichere Szenarien aufzubauen.

Unser Impuls:

Mehrwert durch mehr Weg aus dem Watt

  • Die Situation der Automobilzulieferer

    Bei den Automobilherstellern ist die Herausforderung durch die Veränderungen stark und komplex. Bei den Automobilzulieferern wird sie dramatisch sein.

    So werden die Hersteller von Komponenten für Verbrennungsmotoren mit immer drastischer und aggressiver werdendem Wettbewerb in einem schrumpfenden Markt rechnen müssen. Das globale Wachstum der Automobilindustrie wird ab einem „tipping point“ die Volumenverluste bei Produkten mit konventionellem Antrieb nicht mehr kompensieren können. Nach dem Downsizing der Motoren und der Teilelektrifizierung werden steigende Marktanteile vollelektrischer Fahrzeuge den Druck auf den Komponentenmarkt für Verbrennungsmotoren und Getriebe deutlich erhöhen. Sinkende Preisqualität und Konsolidierung im Zuliefermarkt für klassische Antriebstechnik sind vorhersehbar.

    Die Chancen:

    Zugleich entstehen durch die Elektrifizierung aber auch Möglichkeiten, die von Zulieferern klassischer Komponenten aufgenommen werden können:

    Das Thermomanagement großer Batteriepakete mit hoher Energiedichte ist eine interessante Herausforderung mit erheblichem Innovationspotential. Die komfortable und energieeffiziente Heizung und Kühlung des Passagierraums ein weiteres.

    Ebenso bietet das (teilweise) autonom fahrende Auto weitere Differenzierungsmöglichkeiten. Nur eine davon: flexible Sitzsysteme, die vom aktiven Fahren bis zum komfortablen Arbeiten oder gar einem entspannenden Power Nap viel mehr Nutzungsszenarien als heute unterstützen.

    Eine weitere: Entertainment-Systeme, die statt wie bisher, jetzt einen aktiven und konzentrierten Umgang mit ihnen erlauben. Weiterhin sind aktive Fahrwerke, die den Komfort weiter steigern, fast unabdingbar. Wer nicht mehr selbst fährt, möchte dann noch weniger vom Straßenzustand und der Verkehrssituation belästigt werden.

 

MASCHINEN-/ANLAGENBAU & INDUSTRIEGÜTER

Champion-Branche im Umbruch

Der Maschinen- und Anlagenbau stellt mit knapp einer Millionen Beschäftigten eine der wichtigsten Industriebranchen in Deutschland dar – sogar noch vor dem Fahrzeugbau. Er genießt eine herausragende Reputation weltweit; viele der deutschen Hidden Champions kommen aus dieser Branche. Dennoch stehen die Unternehmen einer Vielzahl von Herausforderungen gegenüber, da Märkte aufgrund der Globalisierung immer dynamischer werden und der Wettbewerb durch Player in Asien weiter zunimmt. Und alles geschieht synchron.

Die Umwälzungen durch Digitalisierung (Industrie 4.0) werden eine größere Bedeutung für die Unternehmen haben, als die Produktionsautomatisierung durch Elektronik und IT (Industrie 3.0) in den 1970ern oder der Beginn der Kraft unterstützten Massenproduktion (Industrie 2.0) Ende des 19. Jahrhunderts.

Unser Impuls:

Erfolgsmodelle in Industrie 4.0 bringen

  • Sieht man sich in der Branche um, reicht die Skala der Bewertungen von „absolut beispielgebend“ bis „ziemlich ernüchternd“. Das ist nicht verwunderlich, der Digitale Tsunami stellt auch hier die Verhältnisse auf den Kopf (den man sich zum Glück noch nicht auf einem 3D-Drucker vor Ort ausdrucken kann. Das Szenario wird komplexer, die Erfolgsfaktoren verschieben sich: die vergangenen, aufwendig entwickelten und implementierten Errungenschaften wie Just-in-time-Fertigung oder Global Sourcing werden zu Hygienefaktoren und erwarteten Standards. Jetzt geht es um digitalen Fluss und Vernetzung von Komponenten und Partnern auf Fertigungs- und Vertriebsseite, Gewinnung intelligenter und relevanter Erkenntnisse aus Big Data und die dezentrale Steuerung (teilweise) autonomer Systeme. Konnektivität von Prozessen, Menschen und ihren Organisationen ist gefordert; durch Globalisierung entsteht eine zusätzliche Komplexität. Und damit nicht genug: politische Unwägbarkeiten und volatile Bündnisbeziehungen nebst ihren Gesetzen und Verbindlichkeiten schaffen zusätzliches Risikopotenzial, dem vorausschauend durch kluge Szenarienbetrachtung zu begegnet ist.

    Wer seine strategische Positionierung, sein Geschäftsmodell und dessen verlustfreie Implementierung auf den Level der Industrie 4.0 heben kann, wird zu den Gewinner gehören. Oder muss es heißen: zu den Überlebenden?

Überlegene Strategien entwickeln und umsetzen

Markt- und Branchenstrukturen werden sich deutlich verändern; neue Wettbewerber und neue Geschäftsmodelle bergen erhebliche Gefahren für heute etablierte Unternehmen. Sicher ist der Ansatz, alles wahllos zu „digitalisieren“ weder zielführend noch profitabel. Doch eine strategische Herangehensweise, welche das Umfeld und die Risiken für Produkte und Geschäftsmodelle analysiert und bewertet, erscheint uns zwingend. Darüber hinaus stellt sie die Basis für eine zukünftige erfolgreiche Positionierung in einer Industrie 4.0-Welt dar.

Rhine Bridge Solutions ist für den Maschinen- & Anlagenbau und Industriegüter eine Inspirationsquelle, Sparringspartner für Strategien und Produkte und Kostenexperte zugleich, um vermarktbare Ideen zu finden, Machbarkeiten zu ermitteln und kostensichere Szenarien aufzubauen.

Unser Impuls:

Wettbewerb aus unerwarteter Richtung

  • Dass insbesondere fernöstliche Anbieter für den etablierten Maschinen- & Anlagenbau und Industriegüter ein Gefahrenpotenzial darstellen, hat Qualität und Neuigkeitswert einer Binsenweisheit. Eine Leistungsfähigkeit der digitalen Infrastruktur am höchsten Level der technischen Machbarkeit und des kulturellen kollektiven Bewusstseins, politische Protektion, qualitative Quantensprünge und aggressive Expansion auf Basis des unbedingten Willens zum Erfolg sind zusammen eine Existenz bedrohende Kombination. Zudem können sich entstandene Anbieter auf Marktexpansion konzentrieren, ohne auf etablierte Mitarbeiter-, Lieferanten- oder Kundenstrukturen und -prozesse Rücksicht nehmen zu müssen. Darüber denken wir in unserer Arbeit natürlich auch nach und entwickeln Konzepte nebst ihrer Umsetzung.

    Worauf wir aber hier aufmerksam machen möchten, ist die Bedrohung durch Bekanntes und Liebgewonnenes, die oftmals völlig unterschätzt wird: Amazon, Google und Apple erweitern ihre Geschäftsbereiche beständig. Die Entwicklung des Google Car ist Realität, Gleiches bei Apple schwankt je nach Berichterstattung zwischen Phantasie und „demnächst“. Die beiden ersten sind Reader- und Smartphone-Anbieter, damit Hardware-Hersteller geworden, die durch Quersubventionierung und aggressives Angebot bei einer unvergleichbar hohen Kunden- und Nutzerbasis (vgl. Big Data) Marktrealitäten schaffen, von denen andere Anbieter nur träumen können. Mit dem gesammelten Datenvolumen, das sicht nicht nur auf private Nutzer beschränkt, liegt ein unglaublich wertvolles Material vor, das nicht nur Zugang zum Kunden, sondern auch präzise Prognosen ermöglicht, die ihrem Eigentümer mannigfaltige Wettbewerbsvorteile verschaffen.

    Das „Charmante“ daran: es wirkt „normal“ und unauffällig, wenn man es überhaupt erfährt und seine Schlüsse daraus zu ziehen in der Lage sein kann. Beispiel: Die Übernahme mehrerer etablierter Robotik-Unternehmen durch Google und ihre Auswirkungen auf Fertigung und Zulieferung oder der Aufbau der „perfekten Logistik“ durch Amazon und seine Implikationen auf den Vertrieb von Wettbewerbern, die diese Logistik nutzen, darf in strategischen Überlegungen nicht unberücksichtigt bleiben.

    Die Bedrohung kommt nicht nur versteckt, sondern manchmal ganz offen daher – um so leichter ist es, sie zu übersehen.

 

ELECTRONICS & HIGH TECH

Impulsgeber der Industrie

Electronics & Hi Tech sind Herz und Taktgeber für fast alle anderen Industrien, ihre Entwicklungen und Produkte bestimmen über Leistungsfähigkeit oder Wettbewerbsvorteile der Kunden und setzen die Standards für Wirtschaft und Leistungslevel eines Unternehmens, einer Region oder eines Staates.

Mit der wachsenden Zukunftsperspektive, den Chancen und der Komplexität steigen auch die Herausforderungen:

  • Erwartungen einer immer kürzeren time-to-market
  • Härte Anforderungen an umweltgerechte Entwicklung- und Produktion
  • Erzielen von Vorteilen bei gleichzeitig Produktindividualisierung (Kundenseite)und Standardisierung (Entwicklungs- und Produktionsseite)
  • Optimierungen der Software-Entwicklung
  • Optimierung Product Lifecycle Management (PLM)
  • Entwerfen, Durchdenken und Durchrechnen von Joint Development Manufacturing (JDM)
  • Entwicklung globaler Fertigungsstrukturen und –prozesse unter Optimierung der Supply Chain

Unser Impuls:

Durchgängiges Kunden-/ Datenmanagement

  • Durch fortschreitende Digitalisierung sind Entwicklung und Produktion der Vergangenheit nicht mehr wiederzuerkennen. Agile Reaktionen in Echtzeit sind zum Standard geworden und erlauben einen nie dagewesenen Level von Customization. Aber nicht nur Fortschritte in der Technologie formen die neuen Supply Chains und Networks: Die Kundenanforderungen werden die Determinanten der Supply Chain. Dazu müssen die wesentlichen Anforderungen identifiziert, strukturiert und mit den notwendigen Technologie-Hebeln in Verbindung gebracht und vernetzt werden, möchte man eine exzellente Wahrnehmung beim Kunden und damit Folgegeschäft erreichen.

    Durchgängigkeit sowohl im Prozess- als auch im Datenmanagement sind die wesentlichen Erfolgsfaktoren.

HighTech auch im Corporate Management

Der langfristige Erfolg für global vernetzt operierende Unternehmen liegt im effizienten Aufbau und der zielgerichteten Zusammenarbeit von Standorten sowie der Steuerung und Kontrolle. Dieser Global Footprint entsteht im Spannungsfeld unterschiedlicher Kulturen, nationaler/regionaler Gesetzgebungen, ebensolcher Netzwerke und lokaler Sondersituationen. Die Komplexität der Transformation nimmt zu; große Herausforderung ist, die Zeitspanne zwischen Monitoring, Bewertung und Maßnahme zu verkürzen. In diesen Strukturen kommt es darauf an, dass sich unterschiedliche und zunächst unbemerkte Gaps nicht gegenseitig zu einer „Mega-Gap“ zusammenschließen.

Bei der Transformation zur Umsetzung von Strategien auf Unternehmensebene, in Business Areas oder an Standorten ist High Tech in den Prozesse gefragt, um die Strategy Execution Gap in hoher Geschwindigkeit mit größtmöglicher Präzision zu schließen.

Rhine Bridge Solutions ist für Elctronics & High Tech eine Inspirationsquelle, Sparringspartner für Strategien und Produkte und Kostenexperte zugleich, um vermarktbare Ideen zu finden, Machbarkeiten zu ermitteln und kostensichere Szenarien aufzubauen.

Unser Impuls:

Agile Sourcing im Manufacturing Ecosystem

  • Brain Chain:

    Neue digitale Plattformen und die damit einhergehende Verfügbarkeit von Innovationen, Technologien, Kreativität, Fähigkeiten und Human Capital sind die Treiber von Wettbewerbsvorteilen.

    Smart Development heißt auch, eine momentan benötigte Kreativität oder relevante Fähigkeit spontan einzukaufen und zielgerichtet in den Entwicklungsprozess einzusteuern. Aber auch dieser Prozess muss komplett designt werden: von Kriterien und Auswahltrichter, über Speed-Briefing, Intellectual Property Management, Datenmanagement bis hin zu Costing und Documentation. Die neue Vernetzung muss smart gestaltet werden, soll sie ebensolche Produkte hervorbringen.

 

CHEMIE & PROZESSINDUSTRIE

Chemie ist überall

Fast alle Produkte auf dieser Welt nutzen Chemie. So überrascht es nicht, dass die chemische Industrie durch eine Vielzahl von zum großen Teil komplexen Wertschöpfungsketten mit dem produzierenden Gewerbe verbunden ist. Ob Kunststoffe, Lacke, Waschmittel, petrochemischen Erzeugnisse, Grundstoffe für Arzneimittel und alle Produkte wiederum, die diese einsetzen. Natürlich auch das Auto.

Ebenso beeinflusst Chemie die industrielle Landschaft bis hin zum Endkonsumenten und ist häufiger Gegenstand der öffentlichen Diskussion.

Auch die Chemische Industrie steht vor großen Herausforderungen und muss neue Wege beschreiten:

 

 

Unser Impuls:

Komplexer werdende Prozesse berechnen

  • Die effiziente Nutzung von Energie und Ressourcen ist, die Bezeichnung ist wörtlich zu nehmen, ein „Dauerbrenner“ auf der Agenda; zusammen mit Nachhaltigkeit als kontinuierliche Herausforderung treibt sie die Integration von Prozessen voran, die zunehmend anlagen- und standortübergreifend erfolgt. Die Auswirkung ist, dass thermische, energetische und stoffliche Prozesse, Ströme und ihre Wechselwirkungen überdacht und neu entwickelt werden müssen. Lokale (schlimmstenfalls: kontinentale) Distanzen, unterschiedliche Verfügbarkeiten und Qualitäten müssen mit entsprechenden Technologien beantwortet werden, die vorgehalten werden müssen und Investitionen erzeugen. Handelt es sich um Commodities und Commodity-nahe Produkte, deren Marken durch internationalen Druck stetig sinken, führt die Notwendigkeit, diese durch Skaleneffekte aufrecht zu halten zu einer Mehrdimensionierung der Anlagen, die schnell die eigene Organisation und Investitionsbudgets überfordern.

    Das Aufbauen und Durchdenken von Machbarkeiten unter hoher Dynamik mit dem Ziel, Investitions- und Betriebskosten realistisch im Lebenszyklus der Anlage zu erkennen, wird daher zur Entscheidungsfondung wichtiger denn je. Natürlich ist auch hier Digitalisierung der entscheidende Treiber: das digitale Abbild der neudesignten und vernetzten Anlage kann aber nur die Grundlage für valide Entscheidungen sein, wenn die strategischen Vorgaben und die Lösungen des Engineering frei von Fehlern in die Simulation übertragen werden.

Erneuerung der strategischen Ausrichtung

Die Verlagerung der Nachfrage in neue Märkte hält an. Darüber hinaus wandert die Basischemie weiter ab ins kostengünstigere Ausland. Etablierte Wertschöpfungsketten drohen, auseinander gerissen zu werden, damit sinkt die Wettbewerbsfähigkeit etablierter Player. Fortschreitende Kommodisierung und steigende Volatilität auf den Rohstoffmärkten wird den Druck auf die Margen weiter erhöhen. Da die Möglichkeiten zur Erfindung neuer chemischer Grundstoffe weitgehend ausgeschöpft sind, müssen Produktinnovationen erdacht und realisiert werden. Tatsächlicher Innovationserfolg verlagert sich daher in die Entwicklung maßgeschneiderter Lösungen für den Kunden. Dabei stehen nicht nur Produkte im Fokus, vielmehr müssen auch die zugrundeliegenden Geschäftsmodelle erneuert werden.

Rhine Bridge Solutions ist für Chemie & Prozessindustrie eine Inspirationsquelle, Sparringspartner für Strategien und Produkte und Kostenexperte zugleich, um Lösungen zu finden, Machbarkeiten zu ermitteln und kostensichere Szenarien aufzubauen.

Unser Impuls:

Module & Standards reichen nicht aus

  • Internationale Konzerne haben die Möglichkeit, ihre Mitarbeiter im kostengünstigeren Ausland anzustellen; für einen mittelständischen Komponenten- oder Apparatebauer schon unter Management-Aspekten ein No-go. Der Preiswettbewerb wird zusätzlich erschwert durch manche Staatsregierungen und deren außergewöhnlicher Unterstützung einheimischer Anbieter bei Finanzierungskonditionen.

    Die gesamte strategische und operative Klaviatur ist hier gefragt, um Technologieführerschaft mit echten Mehrwerten für den Kunden auszustatten und sie überzeugend zu kommunizieren. Maximale Produktionsflexibilität bei wachsender Produktivität zum Kunden und adaptives Projekt- und After Sales Management müssen ausbalanciert werden.

    Und wieder ist die Digitalisierung mit Vernetzung, Prozessautomatisierung und durchgängigem Datenmanagement der entscheidende Treiber.

 

LIFE SCIENCE & HEALTH CARE

Spannungsfelder Globalisierung und Regulatorik

Die globalen Wachstumsaussichten sind günstig: eine wachsende Weltbevölkerung, Schwellenländer mit steigendem Wohlstand, der demographische Wandel und eine leider unschöne Zunahme der „westlichen Wohlstandskrankheiten“. Aber ohne Herausforderungen ist auch diese Branche nicht: zunehmende Reglementierungen und verschärfte Zulassungsbedingungen sind gesetzliche Forderungen. Durch Globalisierung und Vernetzung informierte und detailanspruchsvolle Kunden können unter mehreren Anbietern wählen und durch Bündelung Druck auf die Marge ausüben. Der internationale Wettbewerb wird bedeutend stärker und aggressiver. Research & Development sind zunehmend durch längere Zyklen und einhergehende geringere Produktivität gekennzeichnet.

Die Herausforderungen, um dauerhaft Wettbewerbsvorteile zu erzielen, sind immens, komplex und betreffen nahezu alle Bereiche der Wertschöpfungskette. Die strategische Konzentration auf ausgewählte Indikationssegmente wird ein wesentlicher Erfolgsfaktor sein, um trotz Festbeträgen, Kostendeckelungen und weiteren wechselnden Rahmenbedingungen nachhaltiges Wachstums erzielen zu können.

Unser Impuls:

PersMed: HiEnd der Individualisierung

  • Entwicklungen und Erkenntnisse in Pharmakogenomik und Pharmakogenetik führen zur Möglichkeit der patientenindividuellen Therapie und Medikamentierung. Diese „personalisierte Medizin“ führt zu sensibleren und komplexeren Produktions- und Logistikprozessen als bei herkömmlichen Medikamenten oder OTC-Produkten; sie verlangt nach neuen Formen der Preiskalkulation, hat völlig neue Anforderungen an die Inhaltsvermittlung durch PharmareferentInnen und muss Argumenten vieler Art in der öffentlichen Diskussion standhalten.

    Das kluge und genaue Durchdenken von vielen Faktoren, bei denen in den wenigsten Fällen auf Erfahrungswerte zurückgegriffen werden kann und ihr Überführen in eine ganzheitliche Strategie nebst exzellenter Umsetzung machen hier den Unterschied aus, aus dem Wettbewerbsvorteile entstehen.

Optimierung Vertrieb und Supply Chain

Die richtige Ausrichtung des Vertriebs ist ein anderer wesentlicher Erfolgsfaktor. Der klassische Vertrieb beispielsweise in der Pharmaindustrie durch Referenten, sowie andere bewährte Vertriebsstrategien verlieren an Bedeutung. Personalisierte Vertriebskanäle, wie beispielsweise ein zentrales Key Account Management für institutionelle Kunden gewinnen daher zunehmend an Bedeutung. Ebenso helfen digitale Vertriebstools, um weitere Vorteile gegenüber dem Wettbewerb zu sichern.

Einen weiterer wichtiger Werthebel ist die Optimierung der Supply Chain. Große Herausforderungen stellen die End-to-End Supply Chain Visibility und die Optimierung der Distributionsnetzwerke. Weiterhin muss die Genauigkeit von Bedarfsprognosen erhöht werden. Hier kann und wird Big Data Analytics weiter eine zentrale Rolle zukommen.

Rhine Bridge Solutions ist für Unternehmen in Life Science und Health Care eine Inspirationsquelle, Sparringspartner für Strategien und Produkte und Kostenexperte zugleich, um Lösungen zu finden, Machbarkeiten zu ermitteln und kostensichere Szenarien aufzubauen.

Unser Impuls:

Auf Forschung und den Markt fokussieren

  • Forschende Unternehmen in BioTech müssen nicht nur voraus, sondern auch rechts und links sowie oben und untern denken. Heißt: den Markt und seine Entwicklung nicht aus den Augen verlieren. Insbesondere in Branchen mit langen Entwicklungs-, Patent- und Zulassungszyklen und hohem Wettbewerbdruck ist eine laufender Synchronisation vom Product in progess und Markt erfolgsentscheidend. Intensive Kenntnis des Marktes und der Key Player ist unabdingbar. Sind Chancen zur Verbesserung der eigenen Positionierung oder des Produktangebotes erkennbar oder werden von den Stakeholdern gefordert, ist das anorganische Wachstum über Partnerschaften, Zukauf oder Übernahmen eine strategische Option.

    Die möglichen Szenarien und ihre Wirkungen können im Vorfeld untersucht und berechnet werden; die Ausführung bedingt eine prozessuale und kommunikative Exzellenz, um die hinzugewonnenen Kompetenzen und Strukturen erfolgssicher mit den eigenen zu verbinden.

 

LUFTFAHRT & VERTEIDIGUNG

Wachstum von Chancen und Wettbewerb

Die innovationsstarke und forschungsintensive Luftfahrtindustrie verbindet Hochtechnologien wie Elektronik, Robotik, Mess-, Steuer-, Regelungs- und Werkstofftechnik miteinander. Gleichzeitig ist sie ein wichtiger Impulsgeber für die Weiterentwicklung der Fertigungstechnologien. Und sie ist verstärkt Gegenstand der öffentlichen Diskussion.

Der weltweite Luftfahrtmarkt ist ein großes Wachstumssegment; bis zum Jahre 2025 wird eine Verdopplung des zivilen Luftverkehrs prognostiziert. Auch wenn die Wachstumszahlen aufwärts zeigen, stehen die etablierten Player wie Flugzeugbauer und Zulieferer vor deutlichen Herausforderungen. Neben steigenden Nachhaltigkeitsanforderungen und strengeren Umweltauflagen ergibt sich ein deutlicher Preisdruck durch Billigflieger, die vor allem Betriebskosten im Fokus haben. Diesen Preisdruck spüren die Flugzeugbauer deutlich und geben ihn an die gesamte Lieferkette weiter.

Unser Impuls:

Trotz Langfristigkeit extreme Agilität

  • Ihre nationalpolitische Komponente, globale Krisenherde, geopolitische Konstellationen, völlig neue und dynamische Bedrohungsszenarien, Meinungsströme in der Öffentlichkeit, Spitzentechnologie, die Langfristigkeit der Programme, soziale und ethische Verantwortung und wirtschaftliche Erwägungen machen Luftfahrt & Verteidigung zur komplexesten Branche überhaupt.

    Nicht wenige Projekte scheitern an der Realität, für die sie eigentlich entworfen wurden. Wir alle kennen Berichte von der nicht vorhandenen Einsatzbereitschaft bestimmter Systeme oder wirtschaftlicher Fiasken, die durch unvorhergesehen Betriebs- und Instandhaltungskosten verursacht wurden. In vielen Fällen ist dies zurückzuführen auf eine mangelhafte, weil unterkomplexe Anforderungsdefinition und unterlassene konsequente Ermittlung der Lebenszykluskosten auf Vollkostenbasis, bevor es in Entwicklung oder gar Produktion ging. Projekte in diesen Dimensionen sind vor Start mehrfach detailliert und mit agilen Ansätzen zu durchdenken.

Flexibilität und Agilität als strategische Ziele

Zum anderen sind die Projekte gekennzeichnet durch höchste Kundenindividualitätswünsche sowie geforderte Innovationen und last minute-Änderungswünschen am Produkt. Daraus resultieren komplexe Prozesse mit höchsten Zuverlässigkeitsanforderungen und das bei sehr geringen Stückzahlen. Daher stehen klassische Themen wie Optimierung der Produktionsprozesse und Verbesserung des Supply Chain Managements wieder ganz oben auf der Agenda der OEM und der Zulieferer.

Hinzu kommt, dass Flugzeug- und Verteidigungsprojekte langfristige und kostenintensiver Großprojekte mit entsprechenden Anforderungen an Programm- und Risikomanagement sind.

Rhine Bridge Solutions ist für Luftfahrt & Verteidigung eine Inspirationsquelle, Sparringspartner für Strategien und Produkte und Kostenexperte zugleich, um realisierbare Ideen zu finden, Machbarkeiten zu ermitteln und kostensichere Szenarien aufzubauen.

Unser Impuls:

Von Supply Chain zu Supply Network

  • Hersteller und Lieferanten von Komponenten nehmen bei Luftfahrt & Verteidigung eine Schlüsselrolle ein. Ihre Qualität bestimme Performance und Wahrnehmung der OEM. Ihre vorhandene oder mangelnde Bereitschaft, sich für Innovationen zu engagieren und an Investitionen zu beteiligen, fördert oder verhindert wettbewerbsdifferenzierende Vorteile oder den Ausbau von Produktionskapazitäten.

    Brain Chain
    Neue Formen der Zusammenarbeit und des Managements der Lieferanten entstehen durch die Digitalisierung. So werden beispielsweise Entwicklungs- oder Dokumentationsprozesse zerlegt und können mehreren kleinen, schlagkräftigen Teams in den unterschiedlichsten Zeitzonen übergeben werden, die in ihrem Segment Spitzenleistungen oder uneinholbare Preisvorteile garantieren. Digitales Datenmanagement ist dabei erfolgsentscheidend.

 

KONSUMGÜTER & HANDEL

Der Markt der Marken

Die Dynamik in diesem Markt ist beispiellos. Wie eine Silvesterrakete steigen Megatrends in den Himmel und explodieren in tausend bunte Ströme. Einige lang und dauerhaft, andere verglühen zischend nach kurzer, heftige Pracht. Der Geschmack der Konsumenten ist ebenso vielschichtig wie volatil, der Lebenszyklus der Produkte ebenso kurz wie ihre Diversifizierung ausfächernd.

Gleiches gilt für den Handel: der Mehrkanalvertrieb ist die Regel, alle Formen online mit E-/M-Commerce oder offline vom Verbrauchermarkt oder Discounter, Abteilung im Kaufhaus oder Shop-in-shop bis hin zu Fachgeschäft oder Pop-up-store werden genutzt.

Die entsprechend vielfältigen Marketing-. Kommunikations- und Werbedisziplinen sind zu koordinieren und mit entsprechendem Content zu versorgen, der die Brand festigt und die Kaufentscheidung auslöst. Die Wirkung der Kampagnen off- und online ist zu messen und zu optimieren. Ob klassische Anzeigenbuchung, TV und Direct Mail oder digitales Bannerschalten mit Real-time-bidding, Social media campains, Affiliate Marketing oder den Einsatz von YouTube-Vloggern.

Unser Impuls:

Markenaufbau ist niemals demokratisch

  • Ob Product oder Corporate Brand, auch die Entwicklung oder Überarbeitung einer starken Marke, die Verbraucher begeistert und zu Fans macht, folgt einem stringenten analytischen und kreativen Prozess. In der Marken-DNA müssen natürlich Emotionen den vorderen Rang einnehmen – bei der Entwicklung der Markenidentität sind sie formal jedoch am falschen Platz und nur hilfreich, um systematische, faktenbasierte Entscheidungen durch Inspiration zu reflektieren. Entscheidungen, die den Kern der Marke betreffen, dürfen nicht durch Vermutungen, vermeintliche politische Korrektheit oder gar per Abstimmung herbeigeführt werden.

    Vergessen Sie diesen Ratschlag mit dem Prozess, wenn Sie ein emotionales und konsequentes Markengenie wie Steve Jobs oder Bernie Ecclestone an Bord haben. Aber dann ist das mit der Demokratie ja ohnehin so eine Sache…

Starke Marken entwickeln

Markenartikler sehen sich auf der Absatzseite einem sich stets weiter konsolidierendem Handel gegenüber, der an Macht gewinnt, flexible Preissysteme einsetzt und konkurrierende Eigenmarken anbietet. Auf der Einkaufsseite werden Logistikketten komplexer, in bestimmten Märkten, wie bei Lebensmitteln, müssen Techniken des Risk Management und der Absicherung, beispielsweise bei Ernten, eingesetzt werden.

Es wird jeden Tag unübersichtlicher. Und doch lassen sich Strategien für Marken entwickeln, die den Nerv der Verbraucher treffen, in integrierten Kampagnen den gewünschten Verkaufserfolg erzielen und im Handel die gewünschte Flächenrentabilität erreichen.

Oder Strategien, die zu fantastischen Produkten führen.

Rhine Bridge Solutions ist für Konsumgüter & Handel eine Inspirationsquelle, Sparringspartner für Strategien und Produkte und Kostenexperte zugleich, um realisierbare Ideen zu finden, Machbarkeiten zu ermitteln und kostensichere Szenarien aufzubauen.

 

Unser Impuls:

Marken mit den Sinnen erleben

  • Gerade bei Produktneueinführungen oder neuen Merkmalen müssen Verbraucher in physischen, damit sensorischen Kontakt mit dem Produkt gebracht werden, um es zu erleben und sich dafür entscheiden zu können.

    Für Markenartikler sind Promotions im Handel (am POS – Point of Sale) eine gute Entscheidung, deckungsbeitragsmindernde Preisaktionen zu vermeiden, beim Shopper ein Markenbild zu erzeugen, sich von Mitbewerbern zu differenzieren, die Leistungsfähigkeit des Handels zu unterstreichen und nebenbei die Frequenz zu erhöhen. Die notwendige Emotion und der direkte Link zur Marke kann mit durchdachten, personalgestützten Aktionen und kreativem Experience Marketing aufgebaut werden. Produktzugaben senken die Hemmschwelle, aktivieren den Kauf und wecken, wenn sie intelligent und erfahren gewählt wurden, die Begehrlichkeit.

    Eine zusammen mit der Promotion entworfene Erfolgsmetrik weist Wirkungseffekte und Kontaktkosten nach. Und wenn die Maßnahme noch im Vorfeld und der Nachbereitung mit digitalen Komponenten wie Microsites, Bannersupport oder einem online-Gewinnspiel verflochten wird, hat man seine Aufgabe hervorragend gelöst. Ein dramaturgische Inszenierung und Integration der einzelnen Formen der Verbraucheransprache ist die Hohe Schule der Promotions und ein wesentlicher Erfolgsfaktor in Sales & Marketing.